Lässt einen der Gedanke ein Wohnmobil zu kaufen nicht mehr los, sollte man trotz aller Begeisterung gewisse Dinge beachten. Schließlich geht es ja doch um eine Menge Geld. Wenn man schon einmal ein gebrauchtes Auto gekauft hat, hat man ja schon einige Anhaltspunkte, aber ein Wohnmobil ist ein Sonderfahrzeug und da kommen noch einige zusätzliche Dinge zum Tragen.
Grundsätzlich würde ich jedem raten, zu allererst ein Wohnmobil zu mieten, bevor man sich ein eigenes Fahrzeug anschafft.
Das Mieten eines Mobilen Heimes zeigt nämlich erste Ungewöhnlichkeiten beim Fahren des Reisemobil`s auf.
Ein Reisemobil ist in aller Regel länger als ein normaler PKW. Das weiß sicherlich ein jeder, aber wenn man es fährt merkt man erst, was das bedeuten kann. Die Parklücken werden sehr klein. Senkrecht einparken ist mit manchen Reisemobilen nicht möglich (steht noch auf die halbe Straße raus)
Die gewohnten Blicke über die Schulter gehen oftmals ins Leere. Man ist auf das Fahren mit den Außenspiegeln angewiesen.
Der Schwerpunkt des Fahrzeug`s ist höher, das gibt ein ganz anderes Fahrgefühl, vorallem wenn das Auto voll beladen ist.
Bei einem Reisemobil nimmt die Breite nach dem Fahrerhaus zu. Auch das kann jemanden verunsichern.
Ein Wohnmobil mit Alkoven ist nach oben viel höher als man denkt. Zuerst bekommt man ein ganz anderes Verhältnis zu Schildern, die die Höhe anzeigen, aber an Balkonen, Mauervorsprüngen und an Bäumen fehlen diese Warnungen meist. Dankenswerter Weise wölbt sich der Alkoven noch über der Fahrerscheibe, so dass man nur noch im Gefühl haben kann, wie weit es jetzt noch nach oben geht.
Die Seitenwindempfindlichkeit eines Reisemobils ist besonders bei einem Alkovenfahrzeug erheblich höher als bei einem vergleichbaren Kombi, oder gar einem PKW.
Über alle diese Faktoren bekommt man durch eine längere Testzeit Erfahrungen, die die spätere Kaufentscheidung beeinflussen können. Auch wenn es schön ist "über den Dingen" zu stehen bzw. zu schlafen, kann das persönliche Fahrvermögen doch durch einen Alkoven so beeinträchtigt werden, dass man sich für ein teilintegriertes Fahrzeug entscheidet, was man vor dem Testen nicht getan hätte.
So gibt es noch eine ganze Liste Punkte, die durch die "Erfahrung" mit einem Reisemobil gemacht werden können und die sehr persönlich ausfällt.
Der sparsame Mitmensch denkt sich natürlich, dass er das, was ihn die Miete eines Reisemobils kostet gleich für die Verwirklichung seines Traumes nutzen sollte. Sicherlich ist das eine doch recht ordentliche Summe, die für die Miete des Reisemobils bezahlt werden soll, aber der Verkauf eines Wohnmobils nach nur einem Urlaub, weil man ja jetzt sicher weiß, was man will, macht diesen finanziellen Verlust nicht wett.
Ein toller Bericht. Ich kann dem Autor nur zustimmen. Meine Erfahrungen rund um das Verreisen mit meinem Wohnmobil findet ihr hier: http://wohnmobiltipps.wordpress.com/